• Andrea Langes

10 Punkte Programm für Eltern in der Krise

Aktualisiert: 21. Okt. 2020


Liebe ge (stresste, -nervte, -plagte,-peinigte) und dennoch liebende Eltern!


Was ursprünglich als Krisenprogramm für den Beginn der Corona Pandemie gedacht war, erweist sich nun als ebenso nützlich, wenn es zu Hause mal "eng" wird. Der Alltag mit Kindern ist nicht nur in Zeiten von Covid 19 herausfordernd - er ist es immer. Das 10 Punkte Programm ist eine "Kurzanleitung" für gestresste Eltern, die sich vielleicht in manchen Momenten und Phasen nicht immer in ihrer Mitte befinden. Finanzielle Sorgen, Probleme in der Beziehung zur Partnerin zum Partner, ein fordernder Job, einE krankeR FamilienangehörigeR, ein Hausbau oder- kauf und vieles mehr können Erwachsene in kritische Situationen bringen, wo der Blick auf die Kinder beeinträchtigt ist oder ab und an auch verloren geht - was übrigens völlig normal ist in solchen Zeiten. Kinder reagieren darauf unterschiedlich, aber sie reagieren IMMER. Manchmal ziehen sich die Kleinen zurück, manchmal werden sie "lästig", manchmal kränkeln sie ohne körperliche Ursache ( zum Beispiel plötzlich auftretende Bauchschmerzen).

Warum ist das so?

Kinder brauchen Erwachsene um zu überleben. Sie wissen instinktiv, dass sie ohne Menschen, die sie betreuen, nicht existieren können. Daher suchen Sie diese Sicherheit, wenn sie das Gefühl der Unsicherheit verspüren. Und das haben sie, wenn Eltern zu sehr mit anderen Dingen belastet sind. So versuchen Sie nun auf unterschiedliche Arten, "auszutesten", ob die Eltern eh noch "da" sind und für sie sorgen können - übrigens egal wie alt sie sind - damit meine ich auch Pubertierende ticken so. Manche Kinder wollen den Eltern dann helfen und übernehmen eine Erwachsenenrolle, die sie aber jedenfalls überfordert.

Lest Euch dieses Programm durch. Vielleicht ist etwas Brauchbares dabei....

Auch als PDF zum Ausdrucken!




1.) Verschiebt Eure Partnerschaft auf die Zeit nach der Krise.

Dafür ist jetzt keine Zeit und Energie vorhanden – verliert aber nie die Liebe zueinander!

2.) Ihr seid die Chefs – seid gute Chefs, aber gebt die Regeln vor und haltet sie penibel ein.

3.) Behaltet immer die Führung! Das gibt Kindern Sicherheit und schützt sie vor Ängsten. Kinder sind abhängig von Erwachsenen, sie brauchen starke Mütter und Väter. Stark heißt nicht diktatorisch sein!

4.) Erklärt Euren Kindern KURZ und KNAPP die Situation, auch wenn ihr meint, sie verstehen es nicht. Vielleicht benutzt ihr Bilder dazu.

5.) Sagt Euren Kindern, dass IHR dafür sorgt, gut durch diese Zeit zu kommen. Das gibt Kindern Sicherheit und beruhigt sie.

6.) Sorgt gut für Euch selbst und seht zu, dass ihr in Eurer Kraft bleibt. Nehmt euch EINE Auszeit pro Tag für Euch selbst und wenn es nur eine kurze Zeit ist! (Lest ein Kapitel eines Buches, nehmt ein Bad, schaut euch eine Serie an...).

Wenn ihr zu zweit seid, unterstützt euch gegenseitig (geht jeweils alleine spazieren, fährt jeweils alleine mit dem Auto eine Runde...).

7.) Macht Euch einen Tagesplan mit fixen Punkten und täglich veränderbaren Punkten. Regeln geben Kindern Sicherheit! Bei den variablen Punkten lasst eure Kinder deren Ideen einbringen.

8.) Seid gnädig mit Euch – auch die besten Chefs machen Fehler! Nehmt schlechte Tage gelassen und erfreut Euch an den guten!

9.) Humor ist der Regenschirm der Weisen ! Habt Spaß miteinander!

10.) Vergesst nie:

jede Krise hat ein Ende

Jede Krise lässt Euch wachsen und völlig neue Eigenschaften entwickeln

Jeder Mensch hat die Fähigkeit Krisen zu bewältigen



10_Regeln_für_Eltern_in_der_Krise_mit_K
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